Herrenhaus Niederjahna

- Gelebte Geschichte Gestalten-

Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist,

nicht nur einen Schutz für den Körper.

John Ruskin (1819-1900)


Der Rittergutspark wird neu gestaltet



Am 9. November 2019 fand der erste Parktag in Niederjahna statt. Nach einem Aufruf in der Sächsischen Zeitung und Plakaten in der Gemeinde kamen mehr als 60 freiwillige Helfer aus Niederjahna und der Umgebung, die Unterholz entfernten, Müll aufsammelten und Bäume verschnitten. Vom Kleinkind bis zu den Senioren waren alle Altersklassen vertreten. Der Anglerverein rückte mit tatkräftigen Männern an, die zuerst das Grünzeug am unteren Teich zum Häcksler brachten und die beiden von der Gemeinde bereitgestellten Mitarbeiter des Bauhofes unterstützten. Frau Vicktor vom Atelier Grün in Krögis koordinierte alle Arbeiten und hatte bereits im Vorfeld einen Arbeitsplan ausgearbeitet. Die einzelnen Gruppen wurden danach eingeteilt, und mit den vielen Helfern ging es enorm schnell voran. Am Wildgehege und um den Inselteich herum wurde der starke Ahornbewuchs entfernt. Junge Nachwuchsbäume, wie Buchen, Erlen und Eichen wurden freigestellt, um sich als künftige Solitäre entwickeln zu können.

Mehr als drei Säcke Müll wurden im Parkgelände durch Kinder gesammelt, die den Wald für sich als Spielplatz entdeckten und fleißig beim Transport des angefallenen Grünschnitts halfen. Die Stimmung war sehr gut, und dank des schnellen und zügigen Arbeitens, konnten wir den ersten Parktag bereits gegen 14.00 Uhr mit einem hervorragenden Zwischenstand beenden. Elke Koban sorgte mit ihrem kostenfreien Essens- und Getränkestand mit Kaffee, Kuchen und Bockwurst für Sättigung, (gesponsert vom Park- und Heimatverein für alle Helfer).

Bei den zukünftigen Parktagen, die zweimal im Jahr stattfinden sollen, können weitere Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Die Koordination wird der neugegründete Park- und Heimatverein übernehmen, der sich die Pflege des Parks auf die Agenda gesetzt hat.

Vielen Dank an alle Helfer für das tolle Engagement!




Gemeinsam mit dem Heimatverein der Gemeinde entwickelte Dr. Romy Petrick im November 2018 einen Projektvorschlag für den Ideenwettbewerb des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, um den ehemaligen Rittergutspark in Niederjahna wiederzubeleben. Dabei soll der Park Niederjahna zu einem „Park der Generationen“ mit Holzskulpturen von Einwohnern umgestaltet werden. Die Gemeinde Käbschütztal reichte das Konzept gemäß den Fördermaßnahmen Simul+ für das Modul Land.Kommune ein und kann sich nun über ein Preisgeld und die damit verbundenen Aufgaben freuen!

Insgesamt wurden über 300 Ideen für die Entwicklung des ländlichen Raums in Sachsen eingereicht - allein 74 Projekte aus Kommunen bewarben sich beim Wettbewerb. Die Gemeinde Käbschütztal ist unter den 15 Preisträgern. Bürgermeister Uwe Klingor konnte bei der Preisverleihung am 11. März 2019 mit Johannes Bödi und Dr. Romy Petrick aus den Händen des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft einen Preis in Höhe von 150.000 € in Empfang nehmen. Dieser Preis eröffnet für das Dorf Niederjahna eine interessante Perspektive zur Ausgestaltung des attraktiven Parkgeländes. Wir freuen uns sehr auf dieses Projekt, das unser ganzes Dorf aktivieren wird!

Film über das Projekt:





Das Herrenhaus Niederjahna, das sich in unmittelbarer Nähe zur Stadt Meißen befindet, ist eine Perle der sächsischen Renaissance. Als eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse eines ländlichen Herrschaftssitzes aus dieser Epoche vermittelt es einen eigenen Charme und Charakter und sticht durch die kulturhistorisch bedeutsamen Deckenmalereien hervor. Hier finden Sie Informationen zur Geschichte des Hauses, zu baulichen Besonderheiten und zu den Sanierungsarbeiten.


Das Herrenhaus im Zustand vor der Sanierung 2010:

 


Die Sanierungsmaßnahmen umfaßten grundlegende Erneuerungen aller Medien: Sanitäranlagen, Heizung und Elektrik. Desweiteren wurde das Gebäude statisch gesichert, zahlreiche Balken ausgetauscht, das Dach neu gedeckt und die Außenfassade neu gefasst. Im Innenbereich wurden die Räume wieder in ihre ursprüngliche Größe zurückgeführt.