Herrenhaus Niederjahna
- Gelebte Geschichte Gestalten-

Niederjahnaer Gespräche 2026

- Offene Diskussionsrunde & Andacht mit Gästen  -


Am Donnerstag, 9. April 2026 19.00 Uhr (Achtung: nicht 19.30 Uhr!) 

Stasiknast und Ostseeflucht


wir laden zu einem musikalisch-historischen Programm ein. Abweichend von unseren sonstigen Veranstaltungen wird es keine Andacht geben. Dafür treten zwei Musiker auf, die DDR-Geschichte ins Gedächtnis rufen. Ihr Programm: Stasiknast und Ostseeflucht. In lockerer Atmosphäre, aber nicht belangloser Plauderei, erzählen Dietrich Kessler und Eberhard Klunker über ihre unterschiedlichen Routen, in den Westen zu gelangen. Vor allem aber, was beide antrieb, sich den staatlichen Anordnungen und Zwängen zu entziehen und letztendlich der DDR trotz des Verlusts einer großen Fangemeinde und vieler Freunde den Rücken zu kehren. Zwischendurch greifen die beiden Musiker zu Gitarre, Querflöte und Saxophon und geben so einen kleinen Einblick in ihr musikalisches Schaffen. Die Veranstaltung wird in der Reihe "Sehnsucht nach Freiheit" von der Sächsischen Staatskanzlei gefördert.

Dietrich Kessler war Bandleader und Komponist der Rockband "Klosterbrüder" (1975 in "Magdeburg" umbenannt), mit der er mehrere Tonträger produzierte sowie Fernsehauftritte und Auslandstourneen absolvierte. Nach Repressalien stellte die Band geschlossen eine Ausreiseantrag. Die Folge waren Berufsverbot und Haft. Kessler wurde 1984 aus der Haftanstalt Cottbus freigekauft und durfte in den Westen ausreisen. Eberhard Klunker von der "Hansi Biebl Blues Band" unternahm mit einem Freund 1975 eine spektakuläre Flucht aus der DDR. Beide ruderten von der Insel Poel mit einem Schlauchboot nachts bis zur Lübecker Bucht. Sie benötigten für die zurückgelegte Strecke von etwa 40 Kilometern insgesamt 16 Stunden. Beide  sind noch heute als Musiker aktiv.


Donnerstag, 21. Mai 2026, um 19.30 Uhr

Luther als Exponat

Pfarrer Dr. theol. habil. Hans-Peter Hasse (Vortrag)

Zu Gast ist der soeben in den Ruhestand getretene Blasewitzer Pfarrer Dr. theol. habil. Hans-Peter Hasse, ein ausgewiesener Kirchenhistoriker und dadurch mit Meißen verbunden, dass der als Domdechant dem Meißner Domkapitel vorsteht. Das Thema: Luther als Exponat. Luthers goldener Reiselöffel und andere „Reliquien“ aus seinem Nachlass.
Aus Luthers Nachlass sind wertvolle Stücke erhalten: Handschriften, Bücher und Kunstgegenstände − darunter auch Trinkpokale, ein Siegelring und ein goldener Reiselöffel, der mit seinen Inschriften ein Credo der Reformation enthält. Dass diese Stücke aus seinem privaten Nachlass erhalten sind, ist auf eine eifrige Sammeltätigkeit früher Verehrer des Reformators zurückzuführen. Im Rahmen des Vortrags werden ausgewählte Exponate und Quellen vorgestellt, die in Dresden und an anderen Erinnerungsorten der Reformation aufbewahrt werden. Damit verbunden ist die Frage nach dem Wert von Reliquien.


Veranstaltungsort wie immer: Herrenhaus Niederjahna, Dorfstraße 3, 01665 Käbschütztal OT Niederjahna. 

Sie dürfen die Einladung gerne an Gäste weiterleiten, die das Veranstaltungsformat noch nicht kennen.
Eintritt frei.






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Wir freuen uns über Ihr Interesse!

 

 


Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und ist nicht, außer zu den angegebenen Veranstaltungen oder angemeldeten Führungen, öffentlich zugänglich. Bei Interesse für eine Führung wenden Sie sich bitte an post@matthiasdonath.de


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Adresse:


Herrenhaus Niederjahna

Dorfstraße 3

01665 Käbschütztal / OT Niederjahna